Montag, 27. April 2009

Milford Sound... oder besser: der schlimmste Tag meines Lebens...

Wir wollten am Montag zum weltberuehmten Milford Sound aufbrechen. Wir hatten schon am Vortag eine Boots-Tour durch den Sound gebucht.
Da nur eine Strasse nach Milford fuehrt und es nur einen groesseren Ort gibt, wo man realistische Chancen auf eine Unterkunft hat haben wir uns auch dort eingenistet. Von diesem Ort - Te Anau - haben wir uns dann auch am Montag schon um 7:30 Uhr auf den Weg gemacht. Wir mussten vorher auch noch tanken, da es in auf den ganzen 120 km nach Milford und in Milford keine Tankstelle, oder sont etwas gibt.
Zuvor hatten wir nur unaufmerksam den Wetterbericht verfolgt, der davor gewarnt hatte, dass Unwetter erwartet werden.
In Te Anau hat es aber am Morgen nur wenig geregnet und da wir auch schon gebucht hatten haben wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Milford gemacht. Schliesslich heisst es ja auch, dass der Regen das ist, was Milford Sound ausmacht.
Um so naeher wir dem Sound kamen, um so heftiger wurden die Regenfaelle. Es ist zwar bekannt, dass Milford Sound etwa 7 Meter Regen im Jahr abbekommt, aber man hatte das Gefuehl diese 7 m wollten alle an einem Tag auf uns herunter regnen.
Ich war zunaechst ueberrascht, wie gut das Wasser abgeflossen ist und das noch keine Strassen ueberflutet waren, da von allen Bergen um uns herum tausende Wasserfaelle nach unten stuerzten, die laut Andrea (sie war schon einmal im Sound), sonst nicht dort waren.
Vor dem einspurigen Homer Tunnel, der in den 50er Jahren erbaut wurde, mussten wir dann zum ersten mal anhalten und wir konnten die vielen Wasserfaelle bestaunen. Es war allerdings unmoeglich aus dem Auto auszusteigen, da man in Minutenschnelle klitschnass war.
Im schlechtbeleuchteten Tunnel warteten dann riesiege Schlaglocher auf uns. Der Tunnel ist nicht annaehernd so, wie man sich einen Autotunnel in Europa vorstellt. Im Prinzip ist es nur ein Loch im Berg. Keine Wandverkleidung, keine Notausgaenge und nur sehr spaerlich beleuchtet. Es "regnet" sogar in diesem Tunnel! Es sieht im Grunde so aus, als seien die Arbeiter in der Mittagspause und der Tunnel sei noch nicht annaehernd fertiggestellt.
Als wir aus dem Tunnel draussen waren ging es wieder abwaerts und vor uns war die Strasse ueberflutet und es hatte faustgrosse Steine auf die Strasse gespuehlt. Hier haetten wir wohl besser umgedreht, aber wir hatten ja gebucht und die anderen sind auch durch gefahren.
Das Auto vor uns hat sich bei dem Manoever ein Teil am Unterboden abgerissen und wir hielten an um ihnen meinen Wagenheber zu leihen, um das Teil wieder provisorisch zu befestigen.

Danach ging es weiter zum Boots-Terminal in Milford. Was auch so ziemlich das einzigste ist, was es in Milford gibt.
Dort angekommen hat man uns mitgeteilt, dass unser gebuchtes Boot nicht auslaufen wuerde und man hatte uns auf ein anderes Boot umgebucht und uns dafuer einen Buffet-Gutschein gegeben. Es war allerdings auch nicht sicher, ob dieses Boot auslaufen wuerde, da immernoch ein Boot im Sound war, was nicht wieder zurueck in den Hafen konnte, aufgrund des heftigen Sturms.
Nach einer knappen Stunde warten, teilte man uns mit, dass heute womoeglich kein Boot mehr auslaufen wuerde. Wir koennten aber an Bord gehen, um uns etwas zu Essen vom Buffet zu holen. Danach wuerden wir dann aber trotzdem den vollen Preis erstattet bekommen.
Also haben wir uns Essen geholt und wollten danach zurueck fahren.
Da die Scheibenwischer schon auf dem Hinweg immer langsamer wurden und schon in voller Geschwindigkeit nicht mit dem ganzen Wasser zurecht kamen, hatten wir schon etwas sorgen, was den Rueckweg anbelangt, aber was sollten wir tun? Wir mussten ja irgendwie zurueck, das Wetter wuerde heute nicht mehr besser werden!
Wieder im Auto waren die Scheibenwischer (oh wunder) immernoch langsam und wurden von Minute zu Minute langsamer. Nach knapp 10 km mussten wir dann anhalten, weil die Strasse jetzt an der Stelle gesperrt war, wo sie zuvor ueberschwemmt wurde. Als das Auto langsamer wurde ging es dann auch einfach aus... James und ich sind dann ausgestiegen um es wenigstens an den Strassenrand zu schieben. Aber was nun?
James machte sich auf, um einen Bauarbeiter um Rat zu fragen, kam aber ohne Ergebnisse zurueck. Ein netter Herr nahm ihn dann aber mit zurueck nach Milford um Hilfe zu suchen, aber auch dies blieb erfolglos. Inzwischen war eine Stunde vergangen und die Strasse war wieder frei gegeben. Wir fuellten etwas Oel nach, da es so aussah, als haetten wir kein Oel mehr und siehe da, ploetzlich lief das Auto wieder!
Es brachte uns weitere 3 km, bis wir vor dem Tunnel wieder anhalten mussten und es daraufhin wieder aus ging. Als die Ampel fuer den Tunnel gruen wurde bemerkte uns ein netter Kiwi, names Wayne, von der Nordinsel, der zusammen mit seiner Frau unterwegs war. Er gab uns dann Starthilfe und fuer im Tunnel vorne weg, da wir kein Licht hatten und die Scheibenwischer folglich auch kaum liefen. Zum Glueck erst nach dem Tunnel ging das Auto gerade wieder aus, was Wayne zum Glueck gleich bemerkte und umkehrte. Er gab uns erneut Starthilfe, was uns aber diesmal nur 100 m weiter brachte.
Daraufhin kam ein Bauarbeiter und meinte, dass wir das Auto hier auf keinen Fall in der Kurve stehen lassen koennten, was recht unfreundlich, aber verstaendlich war. Wir versuchten es nochmal mit Strathilfe, was aber diesmal nichts mehr brachte. Wayne hatte dann die gloreiche Idee, dass wir einfach bis nach unten ins Tal rollen sollten. Meine Anmerkung, dass die Scheibenwischer aber auch nicht funktionieren wuerden wurde mehr oder weniger von allen Beteiligten im Trubel ueberhoert und auch ich hatte den Gedanken verworfen, da mir die nicht funktionierenden Bremsen (wenn das Auto aus ist) wichtiger erschienen. Wayne meinte aber, ich muesse nur fester druecken und ausserdem haette ich ja noch die Handbremse! Woraufhin alle davon ueberzeugt waren, dass wir es wagen sollten. James musste uns dann kurz anschieben, ehe wir den Berg hinunter rollten, ohne irgendwas aufgrunde von angelaufenen Scheiben und nicht funktionierenden Scheibenwischern zu sehen... Die Stecke war verstaendlicherweise sehr kurvig und ich habe uns schon gegen den naechsten Felsen knallen gesehen. James hing mit seinem Kopf hinten aus dem Fenster und versuchte Komandos zu geben, was ich aber nicht wirklich wahrgenommen habe. Andrea sass neben mir, hielt sich die Augen zu und fing fast an zu heulen. Ich habe versucht mich an dem Mittelstreifen zu orientieren und moeglichst nicht allzu schnell zu werden.
Ich weiss nicht, wie lange es gedauert hat, aber irgendwann hatte ich uns dann heil ins Tal gebracht, ohne in den Gegenverkehr zu geraten und mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Wayne bot uns dann an, uns mit ins 100 km entfernte Te Anau zu nehmen, was wir natuerlich dankend angenommen haben. Wir waren alle nass bis auf die Knochen, so viel Regen hat noch niemand von uns gesehen. Ich darf Andrea mit den Worten zitieren: "Ich komme aus Seattle, dort regnet es viel, aber sowas habe ich noch nie gesehen"!
Nach ueber einer Stunde fahrt hat Wayne uns dann durch ganz Te Anau gefahren, um die moeglichst guenstigste Batterie fuer mein Auto zu finden. Und schliesslich hat er uns noch bis vor die Tuer unserer Cabin gebracht.
Es war klar, dass wir es jetzt nicht mehr bis zum Auto schaffen wuerden, also beschlossen wir, am naechsten morgen jemanden zu finden, der uns mit nach Milford nimmt, damit wir die neue Batterie einbauen konnten.
Die Suche nach einer kostenlosen Mitfahrgelegenheit blieb am naechsten Morgen aber erfolglos, sodass James und ich uns entschlossen mit dem Bus zum Auto zu fahren. Der Busfahrer hatte auch Werkzeug fuer uns, was die Sache erleichterte.
Er erzaehlte uns dann auch, dass gestern 484 mm (!!!) Regen in Milford gefallen sei und dass 120 Leute, die den Milford Track wanderten mit dem Helikopter ausgeflogen werden mussten. (Zum vergleich: die durchschnittliche jaehrliche Niederschlagsmenge in der Wetterau liegt bei 600 mm!)
Am Auto angekommen hat uns der Busfahrer dann auch die Batterie gewechselt und wir konnten endlich starten. Die Batterie mussten wir mit Gummibaendern befestigen, da sie, wenn auch fuer das Auto bestimmt, nicht passte. Mehr sorgen bereitete mir aber der viel weisse Rauch, der jetzt aus dem Auspuff kam. Dieser verschwand aber zum Glueck nach wenigen Minute. Wir wollten jetzt nur noch raus aus Milford, raus aus Te Anau. Dort holten wir dann auch Andrea und unser Gepaeck ab. Wir wollten uns dann auf den Weg nach Wanaka machen, von wo aus wir dann zur Westkueste wollten. Einen Zwischenstopp wollten wir dann aber noch in Cromwell einlegen, um noch ein paar Flaschen Felton Road Wein einzukaufen.
Als wir dann aber 6 km vor Cromwell abbiegen wollten, um die Flaschen zu kaufen ging das Auto wieder aus! Jetzt war klar, es war nicht die Batterie, sondern womoeglich die Lichtmaschine. Das positive an der Situation war allerdings, dass wir diesmal nicht im Regen, sondern in der Sonne standen und dass wir ja noch Bekannte in Cromwell hatten.
Diese Bekannten hatten wir dann angerufen, allerdings haben die noch gearbeitet und wir wollten nicht noch die Abschleppkosten bezahlen. Wir warteten dann 2 Stunden auf Hilfe, bis wir dann von Fabien abgeschleppt wurden, der uns zu einer Werkstatt gebracht hat, wo das Auto jetzt hoffentlich wieder fit gemacht wird.
Somit sitzen wir jetzt alle wieder in Cromwell fest... irgendwie aber auch eine lustige Geschichte. Jeder kann von Milford Sound erzaehlen: Es war so toll, es war so schoen. Aber wir koennen sagen: THIS WAS INSANE!

Die Bilder werde ich in den naechsten Tagen online stellen, wenn alle meine Sachen wieder getrocknet sind...

Sonntag, 26. April 2009

aus und vorbei...

Am vergangenen Mittwoch wurden die letzten Trauben gelesen und jetzt geht es in Richtung Milford Sound!

Am Mittwoch wurde zunaechst noch 1.5 Stunden gearbeitet, bis der traditionell letzte Block (Block I, Riesling) geerntet war. Ueber 32 Hektar waren dann gegen 12 Uhr in ca. 3 Wochen gelesen.
Gekroehnt wurde das ganze dann mit einem Festmahl, gekocht von Nigel Greening, dem Besitzer von Felton Road. Natuerlich durfte auch der Wein an diesem Tag nicht fehlen, so hatten wir zum Beispiel die Gelegenheit den Premium Pinot Noir von Block 3 und Block 5 zu probieren.
Nach dem Essen kam es dann zur Auswertung des Bart-Wettkampfs. Aber ich bin nicht zum "Wanna Be Man" (Moechtegern Mann) mit dem wenigsten Bartwuchs gewaehlt worden, auch wenn es sichtlich knapp war... Bei den Damen wurden die Kopfbedeckungen praemiert.
Nachdem der Wein langsam zur Neige ging zogen die Meisten weiter in eine nahegelegene Bar.

Am naechsten Tag stand dann eine Art Betriebsausflug fuer all diejenigen an, die schon im Sommer fuer Felton Road gearbeitet haben.
Dieser Ausflug fuehrte uns nach Wanaka, wo wir von Nigel in seinem Haus (oder besser Villa?!?) empfangen wurden und mit einem Jetboat in den Mt Aspiring National Park gefahren sind (Hier gibt es ein Jetboat-Video).
Am Freitag stand dann noch eine Kostuemparty an, wonach sich die Wege der meisten trennen sollten.
So kommt es, dass ich heute schon wieder aus Queenstown schreibe, allerdings befinde ich mich nur auf der Durchreise und schon heute abend werde ich hoffentlich in Te Anau sein, um dann morgen frueh mit meinen beiden Gefaehrten (Andrea und James) nach Milford Sound aufbrechen zu koennen.

Es ist sehr schade, Felton Road zu verlassen. Es hat sehr viel Spass gemacht und ich habe keine Lust wieder aus dem Rucksack zu leben und mein Zimmer mit 5 anderen teilen zu muessen, wo ich doch in Cromwell den Luxus eines Einzelzimmers geniessen konnte. Aber ich bin mir sicher, dass diese akkute Unlust verschwindet, sobald ich wieder "On The Road" bin.

Ich habe ein paar Bilder vom letzten Erntetag hochgeladen: http://s416.photobucket.com/albums/pp247/mischbrot/New%20Zealand/Harvest%20Party/

Sonntag, 19. April 2009

Lord Of The Drinks - Paradise - Wanaka Glacier Walk (die Zweite)

Seit Anfang des Monats wird bei Felton Road geerntet und nun sind wir auch schon fast fertig. Am Mittwoch wird wohl der letzte Tag sein und dann geht es nach Milford Sound und danach ueber die Westkueste hoch zur Nordinsel.
Aber alles der Reihe nach...
Am Karfreitag habe ich eine Wanderung in der Naehe von Glenorchy gemacht. Dort wurden viele Szene in "Lord Of The Rings" gedreht, auch wenn ich diese Drehorte nie erkennen wuerde.
Ich war mit Martin - einem Schweden - auf dem Track rund um den Lake Sylvian. Schon auf dem Weg dort hin musste wir mehrmal anhalten um Bilder von den atemberaubenden Gebirgspanoramen zu machen.Ueber die Wanderung gibt es an sich nicht viel zu sagen, ausser dass wir einen aufgrund von Regenfaellen angeschwollenen Bach ueber einen Baumstamm ueberqueren musste. Die Bilder sprechen allerdings fuer sich... es war toll.

Am Samstag danach und ebenso am Ostersonntag mussten wir arbeiten, am Ostermontag hatten wir dann aber frei. Das nutzten wir dann (wir, das ist Martin, Andrea und ich) um am Sonntag den klasse Felton Road Riesling zu probieren, da ich am Donnerstag 3 Flaschen mit nach Hause bekommen hatte. Ebenso hatte ich noch eine Flasche Felton Road Pinot Noir... von irgendwo kam dann noch Bier und der Abend wurde lustig.
Wir hatten an diesem Abend auch beschlossen, am Montag etwas sinnvolles zu machen.
Schliesslich hatten wir uns dann dazu entschlossen den Rob Roy Glacier-Walk im Mt Aspiring Nationalpark zu machen (der aufmerksame Leser wird bemerken, dass ich diesen schon einmal gelaufen bin). Es ging also wieder mit dem Auto durch diverse kleine Fluesse, bis wir schliesslich zusammen mit Johannes, einem anderen deutschen, am Ziel waren.
Es war es auf alle Faelle wert, nocheinmal zum Glaetscher zu wandern. Es ist einfach atemberaubend dort zu stehen und den Wassermassen zu zu sehen, wie sie nach unten stuerzen.

Am Mittwoch wird dann, womoeglich der letzte Erntetag sein. Danach wird nochmal ordentlich gefeiert und es gibt den Bart-Kontest, da sich waehrend der Ernte nicht rasiert werden durfe... ich hoffe noch auf den Titel: "wana be man".

Der Plan sieht im Moment so aus, dass ich am Freitag zusammen mit Andrea (aus Seattle, Washington, USA) nach Milford Sound aufbreche und wie gesagt danach mit ihr ueber die Westekuste der Suedinsel, uber die Ostkueste der Nordinsel, bis nach Auckland fahre... wenn das Auto das aushaelt und wenn sich die Plaene nicht wieder aendern. Das ist ja durchaus moeglich, da ich ja bisher immer noch nicht beim Mt Cook war... aber sei es drum.

Ich sage PROST, CHEERS oder was auch immer... bis zum naechsten Mal, wenn ich wieder Zeit zum schreiben finde!

Die Bilder von der Traubenlese gibt es unter diesem Link:
http://s416.photobucket.com/albums/pp247/mischbrot/New%20Zealand/Harvest%20Felton%20Road/

Und die Bilder von Glenorchy und der Glaetscherwanderung kann man hier bewundern:
http://s416.photobucket.com/albums/pp247/mischbrot/New%20Zealand/Glenorchy%20und%20Glacier%20again/

Sonntag, 5. April 2009

Wanaka und wo ich noch so ueberall war...

Ich habe gerade gesehen, dass ich mich schon ziemlich lange nicht mehr gemeldet habe! Das bedeutet aber nicht, dass ich in der Zwischenzeit nichts erlebt habe...

Nachdem ich letzte Woche in Queenstown war bin ich dann weiter nach Wanaka. Dort habe ich einen wunderschoenen Glacier Walk gemacht. Man konnte Wasserfaelle bestaunen, die sich den Weg durch den Glaetscher nach unten gebahnt haben und natuerlich die Eismassen.
Leider kann man diesen Glaetscher, der sich im Mt Aspiring Nationalpark befindet nicht anfassen, wie man es beim Fox und Franz-Josef Glaetscher an der Westkueste kann, aber da komme ich ja noch irgendwann hin!
Trotzdem war es ein toller Track, der insgesamt 5 Stunden gedauert hat, was aber im wesentlichen daran lag, dass wir einfach zu viele Bilder gemacht haben. Mit wir meine ich mich und die beiden Maedels, Sarah und Nathalie die mit mir gemeinsam den Track gemacht haben.

Das Abenteuer hat sogar schon auf dem Weg zum Track angefangen, da es 30 km schlechte Schotterpist zu ueberwinden galt... Mit meinem Auto konnte ich stellenweise noch nicht mal 20 km/h fahren... ebenso ging es durch kleine "Fluesse"... insgesamt 6 oder 7 mal musste ich mein Auto durch diese kleinen Flusslaeufe jagen... das hat schon Ueberwindung gekostet!!!

Am naechsten Tag bin ich dann in Wanaka gleich noch einen Track gelaufen... diesmal nur mit Sarah, allerdings war der Track auch nicht so spektakulaer, wie der Glacier-Walk am Vortag. Man hatte aber einen tolle Aussicht auf den Lake Wanaka, an dem die Stadt Wanaka liegt (wer haette das gedacht!).

Nach einigen Tagen in Wanaka ging es dann wieder zurueck, nach Cromwell... und schon seit 3 Tagen wird bei uns jetzt fleissig geerntet. Ca 30 Personen im Alter von 20 bis (mind.) 70 rennen jetzt durch die Reihen und pflucken alles, was nach reifer Traube aussieht.
Gestern hatten wir dann frei und ich habe den Samstag gleich genutzt um mit Freunden von einem anderen Weinberg eine Tour durch die Catlins zu machen!
Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass ich schon mal in den Catlins war. Ebenso wird man sich fragen, warum um himmels Willen ich diese lange Fahrt nochmal auf mich genommen habe... ich muss sagen: ich weiss es selbst nicht!
Wir sind am Samstag dann auch erst um halb 12 in Cromwell los gefahren und haben knappe 4 Stunden bis in die Region Catlins gebraucht.

Wir waren am Nugget Point und haben einen Wasserfall besichtigt. Beides habe ich damals nicht gemacht, als ich dort war, da es nur geregnet hat. Jetzt hatte ich es dann aber nachgeholt. Ebenso ging es auch nochmal zur Curio Bay, wo der versteinerte Wald zu bestaunen ist. Allerdings wollte die Beiden unbedingt die Gelbaugenpinguine sehen, was der eigentliche Grund fuer Curio Bay war. Ich war ja schon dort und habe die Pinguine auch schon gesehen, so dass ich den Weg weisen konnte und wir nicht allzu viel Zeit mit suchen verbracht haben.
Nach fast 13 Stunden waren wir dann wieder zurueck in Cromwell... zum Glueck wurde dann auch heute Nacht die Uhr zurueck gestellt, sodass ich heute morgen fit war, als ich arbeiten musste.
Ja, ich musste an einem Sonntag arbeiten... wir mussten die Netze wieder abnehmen und aufrollen, damit morgen in den entsprechenden Bloecken weiter geerntet werden kann.
Ich werde in den naechsten Tage dann mal Bilder von der Ernte machen, wenn ich es schaffe und diese dann natuerlich auch hochladen.

Jetzt gibt es aber erstmal die Bilder von Wanaka und den Catlins, die ich in der letzten Woche geschossen habe. Leider sind die Bilder nicht geordnet, aber das konnte ich leider nicht vermeiden.
http://s416.photobucket.com/albums/pp247/mischbrot/New%20Zealand/Wanaka%20Catlins%20etc/

Waehrend meines Internetmarathons (ich bin dafuer extra nach Queenstown gefahren um Bilder hochzuladen und meinen Blog zu aktualisieren) habe ich uebrigens auch 3 Leute aus dem Flugzeug wieder getroffen, mit denen ich die ersten Tage in Auckland verbracht habe! Wir haben uns heute hier in Queenstown durch zufall im Internetcafe getroffen... Das lustige ist, dass die 3 nichtmal zusammen reisen, sondern auch zwei unterschiedliche "Reisegruppen" sind. Schon lustig, wo sich die Wege so immer kreuzen...

Im uebrigen springt mein Auto nicht an, wenn es in der Nacht frost gab. Ich werde wohl mal eine Werkstatt aufsuchen muessen, zumal jetzt auch noch ein lautes Klappern zu vernehmen ist, wenn das Auto denn mal laeuft. Ich hoffe, dass es nicht schlimmes ist...
"Lustig" ist im uebrigen auch, dass in den letzten Tagen die Temperatueren nachts doch immer oefter unter Null fallen, tagsueber knackt man dann aber trotzdem immer wieder die 20 Grad Marke. Verruecktes Wetter hier unten... ich warte schon, dass der Schnee bald wieder kommt...